Laura Wirtz, Head of Strategy bei der ING-DiBa, hat mit Wolfgang Jacob, Partner bei Prophet, über die Bedeutung von Differenzierung, Kundennutzen und Innovation bei der führenden Bankmarke Deutschlands gesprochen.

Prophet: Die ING-DiBa ist aus Kundensicht die mit klarem Abstand relevanteste Bank des Landes. Wie schaffen Sie es, sich so deutlich vom Feld Ihrer Wettbewerber abzusetzen?

ING-DiBa: Indem wir nicht nur aus Kundensicht denken, sondern ihn tatsächlich bei Produkt- und Serviceentwicklungen einbeziehen. Als Direktbank ohne Filialen waren wir schon immer darauf fokussiert, unsere Produkte und Services so transparent und verständlich wie möglich zu machen. Das schätzen unsere Kunden.

Prophet: Die ING-DiBa hat sich früh – damals gegen den Trend – nicht als Onlinebank / Onlinebroker sondern als „zugängliche Direktbank“ positioniert. Wird diese Positionierung in Zeiten von Neobanken und „mobile first“ fortgeführt?

ING-DiBa: Unser Ansatz hat sich nicht verändert. Wir sind weiterhin die Bank, die den direkten Austausch mit dem Kunden sucht und den technologischen Fortschritt für sich nutzt. Wir waren einer der Pioniere des Online-Bankings. Schon seit Jahren gilt bei uns „Mobile first“. Wir machen Banking so einfach, dass unsere Kunden es überall, auch unterwegs, machen können.

Prophet: Sie haben als Vorreiter damit begonnen, sich durch entsprechende Kooperation auch für Produkte von Drittanbietern zu öffnen. Sehen Sie in diesem Plattform­ Ansatz das Erfolgsrezept für die Zukunft?

ING-DiBa: Ja, wir wollen der erste Ansprechpartner für Finanzthemen sein. Dabei müssen wir nicht alles selbst entwickeln oder anbieten. Unsere Partnerschaft mit dem Online-Vermögensverwalter Scalable Capital ist da ein sehr gutes und erfolgreiches Beispiel. Unsere Kunden haben seit Beginn der Partnerschaft schon fast 600 Mio. Euro bei Scalable Capital investiert.

Prophet: Welche Innovationen halten sie im Bankgeschäft für notwendig und worauf fokussiert sich die ING-DiBa dabei?

ING-DiBa: Die Antwort auf beide Fragen: Alles was das Banking für den Kunden bequemer und kostengünstiger und für die Bank damit effizienter macht. Aber auch hier gilt: Wir müssen nicht alles selbst machen. Wenn ein Anbieter eine interessante Lösung anbietet, schauen wir uns das an und überlegen, ob eine Partnerschaft oder ein Kauf wie bei Lendico Sinn macht.

Prophet: Auch die Art und Weise, in der Menschen zusammenarbeiten, ist derzeit erheblichen Veränderungen unterworfen. Klassische Organisation geraten unter Druck, das Tempo, mit dem marktfähige Lösungen erarbeitet werden müssen, nimmt zu. Mit welchen Herausforderungen sehen Sie sich hier konfrontiert und wie reagieren sie darauf?

ING-DiBa: Wir sind mitten in der Transformation zur ersten agilen Bank Deutschlands. Im Sommer 2019 wird die gesamte Organisation agil arbeiten. So sehen wir uns für die genannten Herausforderungen sehr gut aufgestellt.

Möchten Sie wissen, welche Marken in Deutschland relevant sind? Hier geht es zum Prophet Brand Relevance Index® 2018.

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