Hamsterkäufe, Grenzschließungen, Freiheitsbeschränkungen – wenn es an etwas nicht fehlt in Zeiten der Corona-Krise, sind es tägliche Schreckensnachrichten. Aber interessanterweise scheint es auch in dunklen Zeiten wie immer einen Gegentrend zu geben: In Berlin haben findige Helfer Gabenzäune für Obdachlose ins Leben gerufen, trotz Grenzschließungen übernimmt Deutschland Schwerkranke aus anderen europäischen Ländern – und immer mehr Unternehmen und ihre Marken zeigen Haltung, entdecken den Wert der Solidarität neu und stellen sich bewusst ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Hier sind einige Beispiele von guten Taten in schlechten Zeiten:

 

  • McDonald’s Deutschland unterstützt in der Corona-Krise den Discounter ALDI – und das hilft beiden Unternehmen. Einerseits benötigt der Lebensmitteleinzelhandel zunehmend Personal wegen der gestiegenen Nachfrage, andererseits brauchen Restaurationsbetriebe wie McDonalds wegen der angeordneten Schließungen weniger Arbeitnehmer. Mit einer Personalpartnerschaft können nun McDonalds-Mitarbeiter, die durch eingeschränkten Restaurantbetrieb betroffen sind, schnell und unbürokratisch an die Discounter vermittelt werden. „Jeder Einzelne ist in Deutschland aktuell aufgefordert, seinen Teil zur Bewältigung der Krise beizutragen“, sagt der Deutschlandchef von McDonald’s Holger Beeck.

 

  • Automobilkonzerne wie Daimler, BMW oder Volkswagen spenden Hundertausende Atemschutzmasken der Kategorien FFP-2 und FFP-3, die ansonsten in der Produktion eingesetzt werden, und im Gegensatz zu einfachen Masken besseren Schutz vor Viren bieten. Zusätzlich nutzen die Wolfsburger ihre weltweiten Lieferketten, um weiteres Material schnell nach Deutschland zu bringen, insbesondere Handschuhe, Desinfektionsmittel und Schutzanzüge, die in China schon wiederbeschafft werden können. Der Konzern prüft sogar, ob Produktionstechnologien wie 3D-Drucker für die Medizintechnikproduktion genutzt werden können.

 

 

 

 

Sicher wird es in der Öffentlichkeit die ein oder andere Stimme geben, dass Unternehmen und ihre Marken die Krise nutzen könnten, um sich geschickt mit ihren Solidaritäts-Aktionen in den Vordergrund zu spielen. Entsprechend kommt es auf die Authentizität und Glaubwürdigkeit der Angebote an – denn die Kunden von heute spüren falsche Solidarität und würden sie gnadenlos aufdecken.

Daher freue ich mich einfach nur über immer mehr Zeichen der Solidarität in unserer Gesellschaft – gerade auch von den großen und starken Marken.

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