Pressemeldung

Klare digitale Strategie erwünscht.

Zürich, 23. Oktober 2016 – Relevante Marken, weitsichtige Visionen, digitale Strategie – ein Unternehmen sollte sich klar positionieren, um in der Schweiz bei Jobsuchenden als potenzieller Arbeitgeber interessant zu sein. So ist es für 84 Prozent der Schweizer bei der Wahl eines neuen Arbeitgebers elementar, dass die Marken und Produkte für die Verbraucher relevant und in der digitalen Welt konkurrenzfähig sind. Und 91 Prozent der Interviewten wünschen sich, dass ihr Arbeitgeber eine übergeordnete Vision hat und sich an Werten ausrichtet, mit denen sie sich identifizieren können. Das sind zentrale Ergebnisse einer Online-Umfrage der weltweit tätigen Markenberatung Prophet zum Thema „Was ist Ihnen bei der Wahl eines neuen Arbeitgebers besonders wichtig?“, zu der im Oktober 250 Erwachsene in der Schweiz befragt wurden.

Vor allem auf die digitale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen legen die meisten Schweizer Arbeitnehmer Wert. So meinen 88 Prozent der Befragten, das ihr Arbeitgeber über eine klare digitale Strategie verfügen müsse, damit der Job in Zukunft sicher bleibe. Und 89 Prozent wünschen sich, dass ihr Unternehmen eine kluge und sichtbare Geschäftsstrategie verfolgt, um die raren Top-Talente zu gewinnen und langfristig zu binden.

„Erfolgreiche Marken sind inspirierend für Kunden so wie auch für Mitarbeiter – dazu gehört, für einen Zweck zu stehen, an den das gesamte Unternehmen glaubt“, analysiert der Züricher Prophet-Partner Jan Döring die Ergebnisse der Umfrage. Ein gutes Beispiel hierfür sei Migros, eines der Schweizer Unternehmen mit der höchsten Reputation, meint Döring. „Als Unternehmung lebt Migros ihre Werte konsequent. Mit den gelebten Werten kann sich die Schweizer Bevölkerung identifizieren und Sie weiß, dass man sich auf Migros verlassen kann.“ Die Marke Migros sei für viele Schweizer Verbraucher und Jobsuchende sehr relevant, weil das Unternehmen einen höheren Zweck durch seine Tätigkeit erfülle: Täglich besser zu leben.

Die weltweit tätige Unternehmensberatung Prophet veröffentlicht Anfang November die Ergebnisse des „Prophet Brand Relevance Index“, dem ersten Markenranking, das die Markenrelevanz aus Konsumentensicht beurteilt. Dazu wurden in Deutschland, den USA, Großbritannien und China etwa 45.000 Verbraucher zu über 250 Marken befragt.

„Als Unternehmung lebt Migros ihre Werte konsequent“

Frage: Herr Döring, die Migros-Genossenschaft hat laut Umfragen die höchste Reputation der Schweizer Konzerne. Warum ist die Marke bei den Kunden so beliebt?

Jan Döring: Eigentlich erschwert Migros ihren Kunden das Leben: Gewisse Marken wie Coca-Cola oder Milchschokolade kann man hier nämlich gar nicht kaufen, Zigaretten und Alkohol schon gar nicht. Trotzdem hat es Migros geschafft, eine extrem hohe Kundenloyalität zu schaffen – fast die Hälfte der Schweizer bezeichnet sich als „Migros-Kinder“ und trägt Migros in ihrer DNA, was natürlich an die nächste Generation weitergegeben wird. Teil der Erklärung für diese hohe Kundenbindung und tiefe Verankerung in der Schweizer Bevölkerung ist, dass Migros ein Genossenschafts-Bund ist. Jeder Bürger kann gratis Genossenschaftler/in werden und erhält somit das Stimmrecht, die Entwicklung der Migros zu beeinflussen. Derzeitig zählt ein Viertel der Schweizer Bevölkerung zu Migros Genossenschaftern – die wohl eher ungern bei der Konkurrenz einkaufen. Außerdem ist Migros sehr sozial aufgestellt. Das Unternehmen verpflichtet sich dazu, die Lebensqualität seiner Kunden zu erhöhen. Dafür spendet es einen Anteil des Umsatzes (das Migros Kulturprozent) für soziale, kulturelle und wirtschaftspolitische Zwecke. Migros zahlt den Führungskräften keine Boni und die Löhne halten sich in sehr realistischen Rahmen. Dividenden werden nicht ausgeschüttet. Dass Migros einer der größten privaten Arbeitsgeber der Schweiz ist, und Mitarbeitern außerordentliche Zusatzleistungen bietet, fördert die Beliebtheit des Konzerns auch.

Frage: Handel, Bank, Reisen, Restaurant – Migros diversifiziert in viele andere Branchen. Was muss eine Marke ausstrahlen, damit die Diversifizierung glaubhaft gelingt?

Jan Döring: Erfolgreiche Marken sind inspirierend für Kunden so wie auch für Mitarbeiter – dazu gehört, für einen Zweck zu stehen, an den das gesamte Unternehmen glaubt. Eine gelungene Diversifizierung folgt einem roten Faden. Der Markenzweck ist der Kern eines Unternehmens, der Geschäftslinien zusammenbindet und allen Aktionen einen Sinn verleiht. Migros‘ Unternehmenszweck/ Vision ist es „Täglich besser zu leben“. Die Geschäftsfelder in denen sich Migros erfolgreich etabliert hat, dienen alle dazu, diesen Zweck zu erfüllen, vom Detailhandel über Fitnessstudios zu Reisebüros.

Frage: Was zeichnet die Relevanz der Marke Migros aus?

Jan Döring: Es sind vier Eigenschaften, die ich nenne möchte.

Customer obsessed: Migros sammelt eine riesen Menge an Daten über das Kundenverhalten zum Beispiel mit dem Kundenbindungsprogramm Cumulus oder über die Plattform „migipedia“. Durch die Daten kann Migros Marktlücken entdecken und den Kunden ein optimiertes Produktangebot und Einkaufserlebnis bieten. Gleichzeitig sieht Migros jedoch die Kunden als Menschen und nicht als Transaktionen und investiert in ihre Zukunft.

Ruthlessly pragmatic: Als Unternehmung lebt Migros ihre Werte konsequent. Mit den gelebten Werten kann sich die Schweizer Bevölkerung identifizieren und Sie weiß, dass man sich auf Migros verlassen kann. Migros macht den Kunden das Leben einfach und ist da, wo die der Kunde ist, sei das mit physischer oder digitaler Präsenz.

Distinctively inspired: Das Unternehmen hat im Kern einen höheren Zweck den es durch seine Tätigkeit erfüllen will: Täglich besser zu leben. Dieses Ziel verfolgt Migros konsequent in allen Geschäftsfeldern. Migros ist ein sehr moderner und nahbarer Konzern der in regem Kontakt mit seiner Kundschaft steht – vor allem auch digital.

Pervasively innovative: Die Migros ist verglichen zu Konkurrenten innovativ. Beispiele dafür ist das Bezahlen mit Smartphones oder die Übernahme und den Ausbau vom Onlineshop leshop.ch. Auch in anderen Bereichen bringt Migros Fortschritt, wie man an der ersten peer-to-peer Car Sharing sharoo Plattform sieht, die Migros zusammen mit Die Mobiliar und Mobility vorantreibt.

Frage: Weshalb steht die Marke Migros für Nachhaltigkeit und Swissness?

Jan Döring: Migros verpflichtet sich mit ihrem Nachhaltigkeitsprogramm Generation M dazu, langfristig die Umwelt zu schützen, den bewussten Konsum zu fördern und gegenüber Gesellschaft und Mitarbeitenden sozial und vorbildlich zu handeln. Migros baut ihr Angebot an nachhaltigen Produkten kontinuierlich aus. Ihr breites Spektrum an nachhaltigen und regionalen Marken betrug im 2014 rund Prozent des Umsatzes, dazu gehören Marken wie Migros Bio, TerraSuisse, Faitrade Max Havelaar, Bio Cotton. Außerdem schafft es Migros die Treibhausgasemissionen und ihren Energieverbrauch jährlich zu senken. Weitere Beispiele für Migros‘ Investition in die Nachhaltigkeit sind das Migros Kulturprozent und der famigros Club.

Frage: Wie innovativ ist die Markenpolitik von Migros?

Jan Döring: Die Migros ist trotz bodenständigen Werten sehr innovativ. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist die Marke M-Budget. Mit M-Budget gelang es Migros nicht nur ihre Budget-Produkte besser zu vermarkten sondern auch eine Lifestyle Marke, die ein junges Zielpublikum anspricht, zu kreieren. Migros ist außerdem Marktführer in Online sales. Sie schaffen es, die digitalen Kontaktpunkte nahtlos mit der physischen Welt verbunden ist: Kunden können ihre online bestellten Produkte in mehr als 200 Geschäften abholen. Migros online community Migipedia dreht sich darum, konstant Kundenfeedback einzuholen. Diese Plattform ermöglicht es Migros, Innovationen zu betreiben, die dem Kundenpuls nahe folgen. Kunden werden aufgefordert, Produkte zu bewerten, mitzubestimmen was im Regal zu finden sein soll und neue Produkte zu testen.

 

Was ist Ihnen bei der Wahl eines neuen Arbeitgebers besonders wichtig?

Die Marke(n) und Produkte des Unternehmens müssen für die Verbraucher relevant und in der digitalen Welt konkurrenzfähig sein.

Das Unternehmen sollte über eine übergeordnete Vision und Mission verfügen sowie an Werten ausgerichtet sein, mit denen ich mich identifizieren kann.

Das Unternehmen sollte über eine klare digitale Strategie verfügen, damit mein Job sicher bleibt.

Das Unternehmen sollte eine kluge und sichtbare Strategie verfolgen, um Top-Talente zu gewinnen und langfristig an sich zu binden.

Mir ist es völlig egal, was mein Arbeitgeber produziert. Hauptsache das Unternehmen ist profitabel und zahlt guten Lohn.

About Prophet

Prophet wurde 1992 in San Francisco gegründet und ist heute das größte unabhängige Beratungsunternehmen für Wachstumsthemen im Bereich Marke und Marketing in der digitalen Welt. Kunden wie eBay, Mondelez, Swarovski, SwissRe, UBS und Zurich Financial verlassen sich auf unseren Rat und sehen in uns einen langfristigen strategischen Partner. We help our clients to find better ways to grow. Prophet.de