Pressemitteilung

Zürich, 2. März 2016 – Die Innovationskraft und die Digitalisierungsstrategie der Schweizer Unternehmen finden im Vorfeld der IT-Messe Cebit 2016, bei der die Schweiz Partnernation ist, im eigenen Land große Anerkennung. 82 Prozent der befragten Schweizer meinen, dass es in der Schweizer Digital-Wirtschaft einen „Swiss-Faktor“ gebe, der für Qualität und Innovation stehe. Und 83 Prozent der Interviewten antworteten, dass die zunehmende Digitalisierung eine große Chance für die Schweizer Unternehmen und auch für sie persönlich sei. Das sind zentrale Ergebnisse einer Online-Umfrage der weltweit tätigen Markenberatung Prophet zum Thema „Wie innovativ sind Schweizer Unternehmen“, zu der 250 Erwachsene in der Schweiz interviewt worden sind.

Die Schweizer Unternehmen hätten sich den Wettbewerbs-Vorsprung vor allem wegen ihrer klaren digitalen Strategie erarbeitet, die konsequent und schnell umgesetzt werde, finden 79 Prozent der Befragten. Und auch die Top-Manager der Schweizer Konzerne erhalten in der Umfrage durchaus Anerkennung: 64 Prozent der interviewten Schweizer meinten, dass ihr Chef ein gutes Verständnis für digitale Technologien und Businessstrategien habe.

„Ich habe das Gefühl, dass die junge Generation von Topmanagern in der Schweiz die digitale Welt besser versteht als in anderen Ländern. Das Thema ist allgegenwärtig und es scheint, dass es insbesondere in der oft als konservativ wahrgenommenen Schweiz eine echte Aufbruchsstimmung gibt“, bewertet der Züricher Prophet-Partner Jan Döring die Ergebnisse der Umfrage. Die Kerntreiber in der Schweiz seien der grundsätzlich hohe Innovationsdrang und die im Vergleich zu anderen Ländern weit verbreitete Einsicht im Top-Management, dass eine digitale Transformation etwas Natürliches und Zeitgemäßes sei und daher in den Unternehmen stark vorangetrieben werden müsse, meint der Strategieberater Döring: „Die Schweiz hat definitiv die Chance, auf dem aktuellen Hype aufzubauen und eine echte digitale Value-Proposition für das Land zu entwickeln“

Umfrage Ergebnisse aus der Schweiz

1. Es gibt auch in der Digital-Wirtschaft einen „Swiss-Faktor“, der für Qualität und Innovation steht.

2. Schweizer Unternehmen haben eine klare digitale Strategie, die sie konsequent und schnell umsetzen.

3. Die zunehmende Digitalisierung bietet große Chancen für Schweizer Unternehmen und mich persönlich.

4. Mein Chef hat ein gutes Verständnis für digitale Technologien und Businessstrategien.

5. Ich kann nicht erkennen, weshalb die Schweiz in Sachen Digitalisierung führend sein sollte. Die Firmenkultur ist eher antiquiert.

Interview – „Das Thema Innovation ist in der Schweiz allgegenwärtig“.

Frage: Herr Döring, gibt es in der Schweizer Digital-Wirtschaft einen „Swiss-Faktor“, der für herausragende Qualität und Innovation steht?

Jan Döring: Ja, ich denke, dass die Schweiz es geschafft hat, das Label „Swiss Made“ stark zu modernisieren. Damit wird nun nicht nur hohe Qualität (und oft auch ein Premium-Preis) assoziiert, sondern auch innovative Lösungen in der digitalen Welt. Die Kerntreiber in der Schweiz sind aus meiner Sicht der grundsätzlich hohe Innovationsdrang und die im Vergleich zu anderen Ländern weit verbreitete Einsicht im Top-Management, dass eine digitale Transformation etwas Natürliches und Zeitgemäßes ist und daher in den Unternehmen stark vorangetrieben werden sollte.

Frage: Eine aktuelle Prophet-Umfrage zeigt, dass Schweizer Firmen eine klare digitale Strategie haben. Welche Branchen sind in Sachen Digitalisierung besonders weit?

Jan Döring: Aus meiner Sicht sind insbesondere die Schweizer Handelskonzerne wie Migros und Coop Vorreiter. Sie bieten einfache, intelligente Online-Services wie die Lieferung nach Hause, die weit verbreitet sind und prima angenommen werden. Das funktioniert wirklich gut und besser als etwa in vielen großen deutschen Großstädten. Zusätzlich haben die Banken in den vergangenen Jahren einen großen Schritt nach vorne gemacht. Die Angebote gehen weit über das fast schon traditionelle Online-Banking hinaus. So gehört die Paymit-Lösung , die von etlichen Schweizer Banken eingesetzt wird, sicherlich zu den innovativsten Angeboten in diesem Sektor und zieht zusätzlich noch eine neue junge Zielgruppe an.

Frage: Haben Schweizer Führungskräfte ein besseres Verständnis für digitale Geschäftsstrategien als andere europäische Kollegen?

Jan Döring: Ja, ich habe das Gefühl, dass die junge Generation von Topmanagern in der Schweiz die digitale Welt besser versteht als in anderen Ländern. Das Thema ist allgegenwärtig und es scheint, dass es insbesondere in der oft als eher konservativ wahrgenommenen Schweiz eine echte Aufbruchsstimmung erzeugt.

Frage: Wird die fortgeschrittene Digitalisierung zu einem Wettbewerbsvorteil der Schweiz?

Jan Döring: Die Schweiz hat definitiv die Chance, auf dem aktuellen Hype aufzubauen und eine echte digitale Value-Proposition für das Land zu entwickeln. Hierzu bedarf es allerdings noch einer fokussierten und differenzierenden Story, um sich klar zu positionieren und abzuheben. Dass die Schweiz nicht einfach ein zweites Silicon Valley sein sollte, ist natürlich klar.

Frage: Wie finden Sie es, dass die Schweiz Partnerland auf der IT-Messe Cebit in Hannover ist und was wird es der Schweiz bringen?

Jan Döring: Die Cebit ist einer der wichtigsten Touchpoints für die Digitale Community und die Schweiz wird sicherlich davon profitieren. Wichtiger in der Zukunft wird es aber sein, von innen zu wachsen und eigene Touchpoints mit internationalem Kontext zu schaffen – vielleicht könnte Deutschland dann das Partnerland sein.

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